Bahnstadt Lauda:

ein Standort mit Zukunft

Die Bahnstadt Lauda wächst und eröffnet damit neue Chancen für nachhaltige Zukunftsinvestitionen. Die Stadt Lauda-Königshofen entwickelt das historische Bahnareal in Lauda zu einem modernen, zukunftsorientierten Gewerbestandort mit hervorragender Verkehrsanbindung und vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten. Auf dem traditionsreichen Gelände entstehen attraktive Gewerbeflächen für Unternehmen, Investoren und Projektentwickler, die eine zentrale Lage, eine leistungsfähige Infrastruktur und ein wachsendes wirtschaftliches Umfeld schätzen.

Lauda-Königshofen übernimmt dabei eine wichtige Mittelpunktfunktion innerhalb der Entwicklungsachse zwischen den Großen Kreisstädten Bad Mergentheim und Wertheim. Dank der verkehrsgünstigen Lage mit einem bedeutenden Eisenbahnknotenpunkt an den Strecken Stuttgart–Würzburg und Crailsheim–Aschaffenburg sowie dem direkten Anschluss an die Autobahn A 81 ist der Standort aus allen Richtungen schnell und bequem erreichbar. Eingebettet in das Liebliche Taubertal bietet die Bahnstadt damit ideale Voraussetzungen für wirtschaftliches Wachstum.

Unmittelbar angrenzend befindet sich das bei Kunden äußerst beliebte Einkaufszentrum „Tauber-Center“. Mit einem rund 2.200 m² großen Vollsortimenter, einem Discountmarkt sowie frequenzstarken Anbietern aus den Bereichen Drogerie, Haushaltswaren, Textilien, Gastronomie und Dienstleistungen verfügt das Center über ein qualitativ hochwertiges Handelsumfeld. Ein Biosupermarkt ergänzt das Angebot. Alle Märkte sind ohne Umparken erreichbar und ermöglichen ein komfortables, stressfreies Einkaufserlebnis. Auch die Innenstadt ist bequem angebunden: Über die Personenunterführung gelangt man direkt in die Altstadt. Für Bahnreisende steht zudem ein moderner P+R-Platz mit über 75 kostenlosen Stellplätzen sowie E-Ladesäulen zur Verfügung – ein gelungenes Beispiel für zeitgemäße Mobilitätskonzepte.

Das Bahnareal überzeugt zudem durch flexible Grundstücksgrößen, die sich individuell an kleine wie auch große Ideen und Investitionsprojekte anpassen lassen. Die Stadt Lauda-Königshofen unterstützt Investoren aktiv und begleitet sie engagiert bei Planung, Abstimmungsprozessen und der Umsetzung ihrer Vorhaben. So entsteht Raum für Innovation, Handel, Handwerk, Dienstleistungen und moderne Arbeitswelten – ein Ort, an dem Geschichte und Zukunft miteinander verbunden werden.

Bürgermeister Dr. Lukas Braun: "Wo früher Dampfloks wie die markante 052 908-1 auf den Gleisen rollten, findet heute aktive Wirtschaftsentwicklung statt. Das Bahnhofsgelände in Lauda bietet eine einmalige Chance für zukunftsorientierte Unternehmen. Unser Ziel ist es, diesen zentralen Standort zu einem modernen, attraktiven Wirtschafts- und Mobilitätsknotenpunkt zu entwickeln. Mittelständische Betriebe aus der Region kennen unsere Stärken – und genau sie möchten wir einladen, diesen zentralen Standort gemeinsam mit uns zu einem wirtschaftlichen Impulsgeber für die Region zu entwickeln."

Für weitere Informationen, Pläne oder ein persönliches Gespräch steht die Stadtverwaltung Lauda-Königshofen, Wirtschaftsförderung, gerne zur Verfügung unter wirtschaftsfoerderung@lauda-koenigshofen.de.

Ein Blick in die Geschichte

Lauda – vom Nebenort zum Bahnknoten

Ursprünglich war für Lauda kein Bahnhof vorgesehen – noch im November 1863 wird die Bitte für eine eigene Haltestation abgelehnt. Erst als Gerlachsheim wegen zu enger Tallage und Königshofen wegen bäuerlichem Widerstand ausscheiden, wird ein passender Standort südlich von Lauda gefunden. Im November 1866 beginnt der Fahrbetrieb auf der anfangs eingleisigen Odenwaldbahn Heidelberg-Würzburg mit täglich fünf Personen- und zwei Güterzügen. Mit Eröffnung der Tauberbahn in Richtung Wertheim 1867/68 und Mergentheim/Crailsheim 1869 wird Lauda zum Eisenbahn-Knotenpunkt. Hier kreuzen sich später lange vier Fernverkehrsstrecken: Berlin-Leipzig-Stuttgart-Zürich-Mailand, Hamburg-Stuttgart, Hof-Heidelberg-Saarbrücken, Frankfurt-Ulm.

Der Bahnhof – Herzstück eines neuen Lauda

Der wachsende Bahnhof und seine Arbeitsplätze werden zum Motor eines neuen Lauda, das erst allmählich mit dem alten Laudaer Stadtkern zusammenwächst. 1866 wird ein erstes Aufnahmsgebäude für Reisende gebaut, bis 1873 dann das großzügige Empfangsgebäude erstellt. Um 1903 befinden sich hier: zwei Wartesäle, Vorsteher-Büros, Fahrdienstleitung, Schalterhalle mit Fahrkartenschalter, zwei Gaststätten, ein Gepäckraum, ein Raum für Zugabfertigung, Telefon-, Batterie-, Verteilerräume, die Bahnhofskasse, Telegraf und Rettungszimmer. 1938 gilt Lauda als Bahnhof der Klasse 1 – mit Eilgüterabfertigung, Bahnmeisterei, Hauptzollamt und Bahnbetriebswerk; alle Bahnsteige sind überdacht. 

Arbeitsplatz Bahn

Die Bahn schafft vielerlei Arbeitsplätze:

  • beim Bahnbau: Plan-, Trassen-, Gleisarbeiten, dazu Bedarf an Baumaterial, Versorgung/Unterbringung von Beamten und Arbeiter
  • beim Bahnbetrieb: Schranken- und Weichenwärter, Streckenläufer, Schaffner, Heizer, Lokführer, Güterverlade-Personal, Verwaltung …
  • in den Werkstätten: die gesamten Arbeiten für die Einsatzfähigkeit der Dampfloks
  • bei der Ausbildung: Schreiner, Schlosser, Dreher, Feinmechaniker, etc.

Bahnbau prägt Stadtbau

Mit der Bahn kommen Familien, Ämter, Einrichtungen:

  • Postamt, Zoll, Industrie, Apotheken, Krankenhaus, Schulen, neue Kirche
  • Strom, Wasser, Kanalisation, bessere Infrastruktur (Straßen, Wege, Beleuchtung)
  • Neue Wohnviertel (ab 1918: Genossenschaft für Bahnangehörige), Mietwohnungen, Hotels, Gaststätten

Vom Dampf zur Elektronik

Mit dem Ende der Dampflokomotiven sinkt die Bedeutung des Bahnbetriebswerks (Bw), folgt der Übergang zum elektrischen Zugbetrieb.

  • 1948: Standort von 41 Dampfloks
  • 1975: Beginn des elektrischen Zugbetriebs
  • 1976: Ende Dampflok-Betrieb, Werkstätten geschlossen, Ende Stückgutabfertigung
  • 2007: letzter Um- und Rückbau von Schalterhalle und Fahrkartenschalter
  • 2015: Modernisierung der Bahnanlage für 7,3 Mio. €, Unterführung zu den Gleisen, barrierefreie Verkehrsstation mit Aufzügen, Displays, Fahrkarten-Automat. 

Wandel & Zukunft

Was früher Lokschuppen und Bahnmeisterei war, wandelt sich auf der Suche nach neuen, kreativen Nutzungen. So bleibt der Bahnhof Lauda Impulsgeber – als historischer Ort mit neuen Funktionen.


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