Lauda

Der Ort war Sitz eines Herrengeschlechts und taucht 1135 vermutlich erstmals in einer Urkunde auf („Adalbert von Ludun“). Bis ins 13. Jhdt. gehörte Lauda den Herren von Luden, die der Siedlung auch den Namen gaben. Aus Luden wurde Ludin, Luten, Lauden und um 1500 Lauda. 1344 kam die Stadtrechtsverleihung durch Kaiser Ludwig den Bayern. Nach wechselreichen Herrschaftsverhältnissen wurde Lauda 1506 Oberamtsstadt des Fürstbistums Würzburg und war als Amt zuständig für etwa das halbe heutige Stadtgebiet. 1803 kam Lauda zum Fürstentum Leiningen, 1806 zum Großherzogtum Baden.

Die neue politische Randlage bewirkte schwere wirtschaftliche Rückschläge; der Ausbau zum Eisenbahn-Knotenpunkt ab 1866 führte zu neuem Aufschwung. 1921/35 verlor Lauda wie das benachbarte Königshofen das Stadtrecht; 1950 wurde es ihnen wieder verliehen. Lauda ist heute der mit Abstand einwohnerstärkste Stadtteil.

Fürstbischöfe, Weinbau und Weinhandel sorgten in Lauda für eine große Blüte. An jene Zeit erinnern heute noch die spätgotische Marienkirche mit verschwenderischer Rokoko-Ausstattung und der hochbarocke Kreuzweg im Stadtfriedhof, die auf den Grundmauern einer gotischen Vorgängerin 1694 errichtete katholische Stadtkirche mit erhaltenem Renaissanceportal, die Blutskapelle mit ihrem Votivbild (frühe Darstellung eines Judenpogroms), Reste der Stadtmauer, das wichtige Obere Tor, zahlreiche Bildstöcke und imposante Fachwerkgebäude in der glücklicherweise nahezu vollständig erhaltenen typisch fränkischen Altstadt.

 

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