Bäume werden gefällt und nachgepflanzt

Aus Verkehrssicherungsgründen ist die Stadt Lauda-Königshofen in regelmäßigen Abständen zu Baumfällungen verpflichtet – zum Beispiel, wenn die betroffenen Bäume von Krankheiten befallen oder umsturzgefährdet sind.

Für die Mehrzahl der Bäume sollen als Ausgleichsmaßnahme neue Bäume gepflanzt werden.

Jeweils im 1,5-jährlichen Rhythmus werden spezielle Gutachten erstellt, um die Verkehrssicherheit und den Schutz der Bürger beispielsweise vor herabfallenden Ästen zu gewährleisten. Überprüft wird von einem unabhängigen Fachexperten unter anderem die Vitalität des Baumes, was Rückschlüsse auf Krankheitssymptome wie Wurzelstockfühle, Stammrisse, Totholz, Schädlingsbefall oder Totholz ermöglicht. Auch der Standort wird einer genauen Überprüfung unterzogen. So können Bäume immense Gebäudeschäden anrichten, wenn sie keinen ausreichend hohen Abstand zu den Häusern haben. Überprüft wird auch, ob bei ortsprägenden Bäumen Kronensicherungsmaßnahmen durchgeführt werden müssen. Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn ein Seitenast herunterzufallen droht. Insgesamt sind etwa 60 Bäume betroffen. Im Folgenden drei Beispiele:

Beispiel 1: Robinien in Gerlachsheim
In der Nähe der Ortseinfahrt Gerlachsheim befinden sich in der Würzburger Straße mehrere Robinien (botanischer Name: Robinia pseudoacacia ‘Umbraculifera‘) mit einem Stammdurchmesser zwischen 41 und 50 cm und einem Kronendurchmesser zwischen 4 und 6 Metern. Ihre Vitalität wurde im Gutachten als schlecht bewertet, die Standsicherheit kann nicht mehr garantiert werden. Aufgrund der langen Trockenheit in diesem Sommer ist eine Ersatzpflanzung zu einem späteren Zeitpunkt vorgesehen. Künftig soll eine junge Baumallee die Gerlachsheimer Bürger und Gäste freundlich empfangen.

Beispiel 2: Eschen am Oberlaudaer Bach
Die Eschen am Oberlaudaer Bach sind vom sogenannten Eschentriebsterben betroffen – einer in ganz Deutschland zu beobachtenden Krankheit, bei der ein Ast infolge eines Pilzbefalls von der Triebspitze bis in die Krone nachhaltig beschädigt wird, sodass der Baum mit der Zeit abstirbt. Die Bäume in Oberlauda werden in Absprache mit dem Landratsamt Main-Tauber-Kreis gefällt, da sie in einem Landschaftsschutzgebiet stehen.

Beispiel 3: Bergahorn in Lauda und Königshofen
Frost- und Sonnenschäden bzw. die Kollision eines Fahrzeugs haben die Bergahornbäume (botanischer Name: Acer pseudeoplatanus) auf der Verkehrsinsel am Schulzentrum (Lauda) und in der Alois-Kimmelmann-Straße (Königshofen) stark in Mitleidenschaft gezogen. Massive Rindenschäden und ein Stammriss sind deutlich sichtbar. Zusätzlich setzt die Trockenheit in diesem Sommer den Bäumen sichtbar zu.

Einsatz für den Erhalt ortsprägender Bäume
Die Stadt Lauda-Königshofen setzt sich gleichzeitig für den Erhalt ortsprägender Bäume ein. Der berühmteste Baum in Lauda-Königshofen – immer wieder ein beliebtes Fotomotiv – ist wohl die Kaiserlinde in Sachsenflur, auch liebevoll „Hiereschoole“ genannt. Infolge eines heftigen Sturms am 9. August wurde ein relevanter Seitenast der Linde so stark in Mitleidenschaft gezogen, sodass die bereits angebrachte Kronensicherungsmaßnahme wirkungslos war. Die Stadt hat sofort reagiert, um das ortsprägende Monument möglichst schonend durch eine Fachfirma aus Künzelsau zu sichern. Dabei wurden zwar 20 Prozent der verbliebenden seitenäste eingekürzt – jedoch mit dem Ergebnis, dass die Linde nun für die nächsten Stürme weniger windanfällig ist. Bereits in der Vergangenheit hat die Stadt für den Erhalt des berühmten Baumes eingesetzt – und so wird sie hoffentlich auch in den nachfolgenden Jahren und Jahrzehnten die Bürger mit ihrer Pracht erfreuen.

 

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