Königshofen

Der Marktflecken an der Tauber und Umpfer-Mündung besteht seit über 1250 Jahren, ist somit der weitaus älteste Stadtteil. Zur Zeit des heiligen Bonifatius wird 741/742 die Königskirche St. Martin in Königshofen/Tauber in einer Schenkung des fränkischen Hausmeiers Karlmann erwähnt.

Nach den fränkischen Königen erlangten im 13. Jahrhundert die Fürsten von Hohenlohe die Herrschaft über den Ort. 1418 verkauften sie Königshofen an Kurmainz. Nahezu vier Jahrhunderte blieb die Marktgemeinde kurmainzisch (nur vereinzelt verpfändet), wurde Sitz einer Amtsvogtei und des Zehntgerichts auch für den Schüpfergrund. 1753 wird der Ort urkundlich erstmals „Stättlein“ genannt. 1803 kam die Stadt zum Fürstentum Leiningen, 1806 zum Großherzogtum Baden.

Bei mehreren schicksalhaften Ereignisse wie dem Bauernkrieg 1525, dem Dreißigjährigen Krieg, dem furchtbaren Hochwasser 1732 und dem Zweiten Weltkrieg 1945, hat Königshofen wiederholt einen Großteil seiner Bevölkerung und zahlreiche historische Bauten verloren. Lediglich Reste der Mauer an der Tauberseite, der alte Zehntgoten, der untere Teil des romanischen Kirchturms und der Wartturm auf dem Turmberg blieben als mittelalterliche Zeugen erhalten.

1492 gewährte Kaiser Friedrich III. Königshofen zwei Jahrmärkte. 1525 ging das Marktrecht verloren, 1530 wurde es von Kaiser Karl V. wieder verliehen. Das Marktprivileg wird vom zweitgrößten Stadtteil bis heute als besondere Attraktion gepflegt – die Königshöfer Messe.

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Jürgen Umminger

Leiter Fachbereich 3 (Öffentliche Sicherheit, Standesamt, Tourismus, Kultur, Messen und Märkte)

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